Gemeinde Wilstedt

Homepage der Gemeinde Wilstedt anlässlich der 1150-Jahr-Feier im Jahre 2010


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Zimmerei und Sägerei Hermann Ruschmeyer

von Wilfried und Herbert Ruschmeyer

Das Wohnhaus der Familie Ruschmeyer
Das Wohnhaus der Familie Ruschmeyer
Das Wohnhaus der Familie Ruschmeyer
Das Wohnhaus der Familie Ruschmeyer

Hermann Ruschmeyer kam 1929 mit 15 Jahren aus Taaken nach Wilstedt, um in der Firma Friedrich Dodenhoff an der Dipshorner Straße das Zimmererhandwerk zu erlernen. Nach dem Abschluss seiner Lehre im Jahre 1933 arbeitete er noch in der Firma Dodenhoff als Geselle weiter. 1938 heiratete er Katharina Dodenhoff, die Tochter seines Arbeitgebers.

1940 wurde er über die Organisation Todd der Frankfurter Firma Pfeil zugewiesen. In dieser Organisation mussten Firmen gezwungenermaßen mitarbeiten, um neue Anlagen für Kriegszwecke zu erstellen oder um Kriegsschäden zu reparieren. Er hat während des Krieges für diese Firma an verschiedenen Orten in Deutschland und Europa gearbeitet.

Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft war er zunächst wieder für die Zimmerei/Sägerei Dodenhoff tätig, bis er sich im Jahre 1949 in der Vorwerker Straße 16 in Wilstedt mit einem Zimmereibetrieb selbständig machte. Die dafür erforderliche Meisterprüfung legte er am 26.02.1954 vor der Handwerkskammer Lüneburg/Stade ab. Zur Abrundung seines Leistungsangebotes eröffnete er am 01.02.1956 eine Lohnschnittsägerei und trat im Jahre 1971 auch der Architektenkammer Niedersachsen bei. Hermann Ruschmeyer hat über viele Jahre hinweg in seinem Betrieb Lehrlinge im Zimmererhandwerk erfolgreich ausgebildet.

Das Ehepaar Ruschmeyer hatte drei Söhne: Helmut, geboren 1940, Wilfried, geboren 1942, und Herbert, geboren 1946. Alle drei erlernten im elterlichen Betrieb das Zimmerhandwerk und schlossen ihre Ausbildung jeweils mit dem Meistertitel ab. Wilfried Ruschmeyer war bis 1968 und Herbert Ruschmeyer bis 1970 im elterlichen Betrieb aktiv.

Der Zimmereibetrieb in den 50-er Jahren
Der Zimmereibetrieb in den 50-er Jahren
Der Zimmereibetrieb in den 50-er Jahren
Der Zimmereibetrieb in den 50-er Jahren

Die Firma Hermann Ruschmeyer hat neben ihren Arbeiten auf den privaten Baustellen in Wilstedt und den Nachbardörfern während ihres Bestehens viele Bauten im öffentlichen Raum abgeliefert, die von Hermann Ruschmeyer maßgeblich beeinflusst waren. So ist z.B. die Dachkonstruktion der 1952 gebauten Schule sein späteres Meisterstück gewesen. Die Dächer der vielen Siedlungshäuser in der Ostlandstraße, im Birken- und im Kiefernweg wurden von der Firma Ruschmeyer gebaut, die Dachkonstruktion der Turnhalle an der Schule und auch die Neugestaltung des Kirchturms und des Kirchendaches in Wilstedt wurden von der Firma Ruschmeyer ausgeführt.

Am 04.10.1978 übergab Hermann Ruschmeyer die Firma an seinen ältesten Sohn Helmut, der diese unter seinem Namen bis zum Ende der 90-er Jahre weiterführte. Bis kurz vor seinem Tode im Jahre 1996 war Hermann Ruschmeyer noch aktiv für seinen Sohn im Büro des Betriebes tätig.

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